Standpunkte

April 2015

Der UWG-Experte im Schulausschuss, Peter Bredohl, hat einen Standpunkt zur Situation der Sonderschulen im Kreis Coesfeld und findet einen Zusammenhang mit der Sonderschule in Selm und schrieb einen Leserbrief im Ortsteil Olfen der Ruhrnachrichten:

Leserbrief
Peter Bredohl, Werner Str. 37, 59379 Selm

RN vom 15.04.2015 Olfen-Vinnum
Stadt könnte Vertrag mit Schule in Dülmen eingehen

Es mag vielleicht anmaßend klingen, wenn sich ein Selmer Bürger mit beabsichtigten Schulentscheidungen der Stadt Olfen beschäftigt, aber hier geht es um ein Thema, dass über die Grenzen Olfens hinweg auch die Schulsituation der Stadt Selm berührt.
Die Stadt Olfen würde gern die in ihrem Bestand gefährdete Förderschule in Dülmen unterstützen, wobei diese Unterstützung sich an der Schülerzahl orientiert.
Nun fährt aber nur 1 Olfener Schüler nach Dülmen. Warum nur 1 Schüler?
25 Schüler aus Olfen besuchen allerdings die Pestalozzischule in Selm - und das aus gutem Grund: Die Schule hat einen guten Ruf als Förderschule und sie liegt mit ca. 8 km deutlich näher als die Schule in Dülmen mit ca. 20 km.
Eine Entscheidung für Dülmen würde bedeuten: Die betroffenen Schülerinnen und Schüler würden durch längere Fahrzeiten und -strecken sehr viel stärker belastet; notwendige Kontakte zwischen Schule und Elternhaus werden schwieriger; seit Jahren bestehende Vernetzungen würden gekappt.
Das scheint im Olfener Ausschuss für Schule und Kindergärten aber kein Thema gewesen zu sein. Man muss aber wissen: Die nun geplante Entscheidung geht ausschließlich zu Lasten der Kinder, die in ihrer schulischen Laufbahn immer mit größeren Schwierigkeiten leben müssen.
Der Rat der Stadt Olfen sollte hierüber noch einmal gründlich nachdenken.
PS.
Mich würde interessieren, wie Olfen sich verhält, wenn solche Praktiken auch auf den Besuch der Olfener Gesamtschule angewandt würden?


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