Standpunkte

Oktober 2015

Presseerklärung zu den Stellungnahmen der Ortsunion Bork und der Jungen Union in den RN vom 24.10.

350 Bürgerinnen und Bürger haben sich am vergangenen Montag versammelt, um sich über die Entwicklung in der Notunterkunft in Bork zu informieren. Nahezu alles an dem Abend in der Mensa war friedlich. Es ging um Unterbringung , Versorgung und um die Verteilung der Kleiderspenden. Umso erstaunlicher ist eine Stellungnahme in den RN der „Ortsunion Bork“ . Sie fand bei dieser Bürgerversammlung die sprichwörtlichen Haare in der Suppe. Obwohl sie in der Versammlung keinen Wortbeitrag geleistet hatten, wird in dieser Stellungnahme nachgetreten bzw. versucht Stimmung zu machen. Stimmung zu machen, gegen die Asylpolitik in Selm. Wir fragen uns: Wo bleibt das christliche Menschenbild der CDU, ein Leitbild dessen Grundanliegen angeblich der Einsatz für Flüchtlinge ist, und als Meßlatte des Handelns gesehen wird? Getoppt wurde das alles noch durch eine weitere Stellungnahme, diesmal die der der Jungen Union: Da wird dann richtig geschossen, und anonym werden altbekannte Kritiken aufgewärmt. Anonym deshalb, weil lediglich die „Ortsunion Bork“ und die „Junge Union“ als Absender genannt werden. Namen und Adressen der Verfasser fehlen und, was auffällt, auch das „C“ wird unterdrückt.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: wir reden von den Unterorganisationen der Christlich Demokratischen Union Deutschlands. Wer steckt hinter dem Ganzen? Man lässt die Leser im Unklaren.
Nun, einen Unternehmensberater werden die Borker CDU-Politiker nicht haben, aber unter einer christlichen Partei stelle ich mir etwas anderes vor, nämlich sittliche Verpflichtungen den Mitmenschen gegenüber. Entscheidungen und auch Presseerklärungen sollten unter der Maßgabe der Beibehaltung bzw. Schaffung einer humanen und lebenswerten Gesellschaft gemacht werden. Wer sich als Christ ausgibt, muss sich auch gefallen lassen, dass man ihn als solchen beansprucht. In den genannten Stellungnahmen liegt allerdings, leider Gottes, etwas zutiefst unchristliches, nämlich der Nährboden für rechte Hetze.
An ihren Früchten, so sagt Jesus, sollt ihr sie erkennen!


Maria Lipke
Vors. Der UWG-Fraktion im Rat der Stadt Selm

 


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