UWG-Mitglied Monika Knappmann sorgt sich um die Stadtgeschichte Selms:

Es muss schon besonders dick kommen, wenn ich spontan einen Leserbrief verfasse. Zuletzt habe ich mich über den Abriss der Josefskirche geärgert und das Verschwinden der Verwaltungsnebenstelle und dem Wulfert Bau beklagt. Und der Wahnsinn geht weiter, Zuerst die Löwen Apotheke, jetzt sind angeblich auch noch die Jugendstil-Häuser der Kreisstraße gefährdet, Von den Abrissen in Bork und den abrissgefährdeten Häusern in der Hauptstraße und dem Kirchring will ich gar nicht erst reden. Die unüberlegte Stadtentwicklung der 60er Jahre, als die Torhäuser zur Burg Botzlar (ich bin dort geboren) weichen mussten, die Gräfte zugeschüttet wurde, und die Zechenhäuser ohne Gestaltungssatzung umgebaut wurden, lässt grüßen. Und immer wenn man denkt, jetzt kommt nichts mehr, kommt von irgendwo ein anderer Investor her und macht seine Stadtpolitik: Diesmal soll die Lutherschule abgerissen werden. Wieder verschwindet ein Stück Stadtgeschichte ein Gebäude, das weder marode noch hässlich ist, soll einem Zweckbau weichen.

Warum nimmt man sich nicht Bauten vor, die wirklich seit Jahren das Stadtbild negativ beeinflussen, wie die alte Molkerei in Selm oder Haus Kampmann in Bork und renoviert die schönen, alten und originellen Bauten in Selm?

Monika Knappmann

Leserbrief von Monika Knappmann zur Stadtentwicklung
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