Baum des Jahres 2018 - Esskastnie
Baum des Jahres 2016 - Winterlinde

Unsere Aktionen

„Politik“ findet nicht nur in Rats-, Kreistags- und/oder Ausschusssitzungen statt. Es geht ja um ganz konkrete und sichtbare sowie erlebbare Veränderungen, zum Beispiel

  • die Errichtung oder den Abriss eines Gebäudes
  • das Anpflanzen oder Fällen von Bäumen usw.
 

Als Selmer Verein hat die UWG deshalb immer auch versucht, vor Ort sichtbar zu machen, worin Vor- und Nachteile von politischen Entscheidungen liegen, welche Konsequenzen bestimmte politische Entscheidungen haben.

Dafür hat die UWG verschiedene Aktionen entwickelt.

Wichtig war und ist dabei aber auch, bewusst zu machen was die besondere Eigenart oder die Identität Selms und seiner Umgebung ausmacht.

Sonntagsspaziergang Ruhr Nachrichten vom 03.06.2000Im Vergleich zu anderen Fortbewegungsarten können wir am meisten von unserer Umwelt wahrnehmen, wenn wir zu Fuß unterwegs sind. Deshalb unternimmt die UWG auch in unregelmäßigen Abständen Spaziergänge. Das Spazieren ist dann jedoch kein Schlendern oder Flanieren, sondern soll ermöglichen, das Umfeld neu zu entdecken und räumliche Qualitäten oder Missstände wahrzunehmen. Diesem von der UWG entwickelten Verständnis von Spazieren entspricht übrigens auch die – Jahre später von der nordrhein-westfälischen Kampagne SEHEN LERNEN vorgestellte – SEHSTATION.

Die Sonntagsspaziergänge der UWG finden im Stadtgebiet von Selm statt. „Aufhänger“ ist jeweils ein bestimmtes Thema, das in seiner stadtgeschichtlichen und stadtökologischen Bedeutung sowie seinen aktuellen kommunalpolitischen Bezügen wahrgenommen wird.

Beispielhaft seien folgende Themen der Sonntagsspaziergänge genannt:

• Natur in Selm: Pflanzen im Freiraum und mitten in der Stadt
• Industrie- und Gewerbegebiete als Lebensraum
• Stadtwälder – Pantoffelgrün und Natur-Oasen
• Kleingärten – von der Selbstversorgungsparzelle zum naturnahen Freiraum

KleinlingAls am 27. September 1977 das Kabinett der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen beschloss, Selm mit Bork und Cappenberg nach der kommunalen Neugliederung den Titel „Stadt Selm“ zu verleihen, war die Folge nicht mehr, wie noch im Mittelalter, eigene Münzen prägen oder Märkte abhalten zu dürfen. Es wurde zwar eine gewisse Leistung anerkannt, aber größere Bedeutung hatte damit eigentlich die Herausforderung, trotz vieler bereits bestehender Gemeinsamkeiten der ehemaligen Gemeinden Selm und Bork, eine gemeinsame „neue“ Identität zu finden beziehungsweise deutlich zu machen.

Der Herausforderung, die Identität der Stadt Selm und ihrer Bewohner weiter zu entwickeln, stellte und stellt sich auch die UWG als lokaler politischer Verein. Deshalb hat die UWG zum 20jährigen Bestehen der „Stadt Selm“ ein BLAUES BAND herausgegeben.

Paßbachwanderung: Westfälische Rundschau vom 24.09.1997Überregional, aber auch lokal, werden von Selm meist nur die „Eckpunkte“ – Schloss Cappenberg und Ternscher See – herausgestellt und die vielen Schönheiten „dazwischen“ völlig übersehen oder vernachlässigt. Das BLAUE BAND – der Paßbach/Selmer Bach – verbindet alle drei Ortsteile miteinander und fließt, bis auf den Mündungsbereich, komplett auf dem Gebiet der Stadt Selm. Auf einem Weg entlang des Paßbaches/Selmer Baches werden Geschichte, Kultur und Ökologie der Paßbach-Landschaft aufgezeigt und Selm als Erlebnisraum erfahrbar.

Inzwischen hat FoKuS Selm diese Idee der UWG aufgegriffen und auf Basis des BLAUEN BANDES ein Konzept für Stadtführungen entwickelt.

Selmer Etappe: Westfälische Rundschau vom 27.09.2000Selm liegt im Schnittpunkt vieler regionaler Radtouren, zum Beispiel Römer-Lippe-Route, 100-Schlösser-Route, die entweder direkt durch das Stadtgebiet verlaufen oder so nahe liegen, dass man von Selm aus sehr schnell in diese Touren einfädeln kann. Beste Voraussetzungen also, um Selm als Ausgangs-/Startpunkt für Radtouren zu nutzen .

Seit 2017 nimmt Selm an der Aktion STADTRADELN. Auch hier ist die UWG mit einem Team dabei!

An den Heuwiesen SelmDie UWG beteiligte sich an Baumpatenschaften an der Streuobstwiese „An den Heuwiesen“.

Jedes Jahr pflanzt die UWG den Baum des Jahres. Dabei steht das Einzelwesen Baum im Focus, wo auch immer wir ihm begegnen – im Garten, an der Straße, in Wohngebieten, in der Landschaft, im Wald, in Parks … im Sinne einer Bildung für Nachhaltigkeit. Die UWG will außerdem durch diese Aktionen das kahle Ufer entlang des Selmer Baches beleben.

Die UWG setzt sich nicht erst in ihrem aktuellen Wahlprogramm dafür ein, Atommüll-Transporte („Castor“) und Uranhexafluorid-Transporte durch Selm generell zu stoppen. Diese Transporte sind ein Sicherheitsrisiko und stehen für eine falsche Energiepolitik!

Castor-Demo: Westfälische Rundschau vom 17.03.1998So hat die UWG bereits 1998, beim damals größten Castor-Transport in der Geschichte der Bundesrepublik durch Selm, gemeinsam mit dem Anti-Atom.Plenum Kamen, den Bündnisgrünen aus dem Kreis Unna, aus Hamm, Drensteinfurt sowie der GAL Kamen und Unna unter dem Motto „Die Energiewende ernst nehmen, die Notbremse ziehen, aussteigen, sich quer stellen“ zu einer Demonstration in Selm aufgerufen.

Atomkraft? Nein danke!Im Frühjahr 2011 – nach der Fukushima-Katastrophe – hat die UWG regelmäßig zu Montagsdemonstrationen aufgerufen und sich aktiv daran beteiligt, mit dem Ziel, die versprochene Energiewende auch durchzusetzen.

In unregelmäßigen Abständen (Termine werden über die Tagespresse bekannt gegeben) lädt die UWG zum Stammtisch in eine Selmer Gaststätte ein, um aktuelle kommunalpolitische Themen zu diskutieren.

Bei Bedarf ist die UWG mit einem Info-Stand auf dem Marktplatz oder auf einem Stadtfest vertreten.

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