In der letzten Ratssitzung stellte der Caritasverband die neuen Päne für das Pflegeheim in Bork vor. Auf dem Marktplatz sollen jetzt 52 stationäre Pflegeplätze, zusätzlich 10 Kurzzeitpflegeplätze und 14 Wohnungen entstehen.
 
„Viel zu groß!“ findet Maria Lipke in einem Leserbrief der RN:
 
Seit 2017 gibt es Pläne in Bork auf dem Marktplatz ein Pflegeheim zu bauen und gegen die Stimmen der UWG verkaufte der Stadtrat die extra freigeräumte Fläche an den Caritasverband. 39 Pflegeplätze sollten damals entstehen. Man sprach von einer lockeren Bebauung mit einem öffentlichen Café. Dann tat sich erstmals über drei Jahre gar nichts. Jetzt stellt die Caritas fest, die Anlage sei aufgrund der gestiegenen Preise auf dem Bausektor wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Somit sollen weitere 13 Pflegeplätze und 10 Plätze für die Kurzzeitpflege und weitere 14 Wohnungen eingerichtet werden.
 
Das ist alles verständlich, man mußte das nach dieser langen Zeit der Untätigkeit erwarten. Dennoch sollte man die Verantwortlichen der Caritas für diesen Geschäftssinn nicht unbedingt kritisieren, Zeiten ändern sich.
Kritisieren muss man allerdings den Standort mehr denn je.
 
Die vorgestellten Pläne zeigen die voluminösen Ausmaße des künftigen Gebäudekomplexes. Dieser Entwurf ist meilenweit entfernt von dem ursprünglichen Anliegen, hier eine ansprechende Architektur mit Aussengastronomie und Öffnung zur Ortsmitte hin zu errichten.
 
Jetzt soll ein Komplex entstehen, wie ihn Bork noch niemals hatte und dort einfach nicht hin paßt. Was aber auch auffällig ist: Lediglich 16 Parkplätze werden vorgesehen, nämlich die vorhandenen Plätze entlang des Marktplatzes. Parkplätze, die bereits jetzt immer besetzt sind. Viele Polizeischüler und Kunden nutzen sie. Wenn diese Parkplätze wegfallen, dann kann man auch nicht mehr damit rechnen, dass irgendwann der „Behelfsparkplatz“ zwischen Schlecker und „Altbork“ zurückgebaut werden wird. Der Ortskern und der dörfliche Charakter Borks gehen völlig dabei drauf.
 
Mein Fazit: Ein Altenheim in Bork ja, aber nicht auf dem Marktplatz. Der Marktplatz sollte ein Ort der Begegnung werden auf dem auch wieder der Wochenmarkt stattfinden sollte. Nur ein Marktplatz, als Platz der Begegnung, kann Bork wieder attraktiver machen. Für den Bau eines Altenheims bieten sich andere Flächen an, z.B. neben dem Lidl.
 
Maria Lipke

 

Leserbrief von Maria Lipke zum geplanten Pflegeheim auf dem Borker Marktplatz
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