Es ist vollbracht! Die Kommunalwahl ist gelaufen. Die Machtverhältnisse im Stadtrat haben sich kaum verschoben, aber die Stichwahl ist im vollen Gange. Was unterschiedet die beiden Bürgermeisterkandidaten? Dass sie ihre grundsätzlichen, meistens übereinstimmenden Haltungen, die sie in trauter Eintracht als Groko gefasst haben, ändern, ist nicht zu erwarten.

Trotzdem gibt es Auffälligkeiten! Dabei geht es um Bork.

Michael Zolda überraschte damit, dass er öffentlich erklärte, er werde sich aufgrund geänderter Voraussetzungen dafür einsetzen, über den Standort des Pflegeheimes auf dem Marktplatz zu diskutieren, um einen anderen Standort zu suchen. Sein Kontrahent hielt das dem Investor gegenüber für ein falsches Signal.

Inzwischen hat es jedoch weitere Gespräche gegeben. Vielleicht hat auch Thomas Orlowski inzwischen seine Meinung geändert?

Es drängen sich daher Fragen auf:
Befürworten die Kandidaten auf dem Marktplatz weiterhin den Bau eines Pflegeheimes, oder wie es ein Leserbriefschreiber formulierte: einen Marktplatz als Ort der Begegnung mit Sitzbänken und einem Spielplatz? Dazu ein Café, vielleicht eine Eisdiele? Einen Marktplatz, der auch wieder als Wochenmarkt genutzt werden kann, damit die Sperrung der Hauptstraße unnötig wird?

Wie gesagt, es geht um die Entwicklung Borks und dabei auch um den Abriss oder die Sanierung des Kirchringes. Wollen die Bürgermeisterkandidaten die Abrisspolitik weiter fortführen und anstelle von (natürlich renovierten) Häusern des Kirchringes einen Platz herrichten, auf dem am Donnerstag zwar der Wochenmarkt abgehalten werden kann, der aber ansonsten garantiert genauso als Parkplatz genutzt werden wird, wie der neue Platz neben Alt-Bork?

Die Kirche  mit einem Kirchring bestimmt schließlich das Bild eines jeden  münsterländischen Dorfes. Soll Bork seinen Dorfcharakter verlieren?

Ich fordere daher die beiden Bürgermeisterkandidaten auf, sich öffentlich zu erklären: Wie soll sich Bork entwickeln? Was soll mit dem Marktplatz und dem Kirchring geschehen?

Die Borker fordere ich auf, sich mit ihrer Stimme in der Stichwahl  für eine positive Stadtentwicklung Borks einzusetzen.

Und um Selm nicht ganz zu vergessen: Wenn die Kandidaten dann noch versprechen könnten, dass die Seilandstraße eine Lärmschutzwand bekommen soll, dann hat sich diese Stichwahl richtig gelohnt!

Maria Lipke
Vorsitzende UWG-Fraktion
im Rat der Stadt Selm

Presseerklärung zur Berichterstattung über die Bürgermeister-Stichwahl
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