Die K44n wurde seinerseits als dringend benötigte Ersatzstraße Buddenberg gebaut. Im Anhörungstermin für die betroffenen Anwohnern am 31.05.2006 wurde u.a. auch von mir gerügt, dass keine größeren Planungsvarianten – und damit einhergehend ein umfassendes Verkehrswegekonzept für Selm- geprüft worden sind.

Unsere Einwände wurden, leider zum Teil sehr persönlich, unter dem Hinweis, es handele sich nur um die Ersatzstraße Buddenberg durch die regierende CDU/SPD verworfen. Im Planfeststellungsbeschluss ist vorgesehen, die K44n als Straße der Kategorie B zur Anbindung des Gewerbegebietes Wernerstr. an das regionale Verkehrsnetz einzustufen. Im Gebietsentwicklungsplan GV.NRW.2004 S. 440 ist die K44n in keiner der Straßenkategorien für den großräumigen und für überwiegend überregionalen Verkehr dargestellt. Somit erübrigt sich eigentlich eine Diskussion bzw. eine Prüfung zur Weiterführung, da der Planfeststellungsbeschluss zum Bau der K44n auf den dort genannten Prognosen und Berechnungen beruht. Auch entfällt besonders im Hinblick auf unser Klima weitere Versiegelung und Zerstörung von Vernetzungsstrukturen des Landschaftsraumes.

Somit liegt das „Copyright“ des Vorschlages eines umfassenden Verkehrswegekonzeptes bei den im Termin sitzenden Bürgern und nicht bei Herrn Sell. In der Tat ist die Lärmbelastung der Anwohner des Seilandes und des damit einhergehend krankmachenden Einfluss des Verkehrslärms durch die angrenzende Bundesstraße den verantwortlichen Politikern, somit auch Herrn Sell, schon seit langer Zeit bekannt. Leider hat sich bislang nichts -bis auf viele Worte und eine Temporeduzierung aufgrund von Bauschäden und nicht zur Lärmreduzierung von 70km/h auf 50km/h- an einer Lärmschutzverbesserung der Betroffenen getan.

Stellungnahme von Siegfried Glaß zum Leserbrief von Herrn Sell, RN 22.07.