Ich bin inzwischen 31 Jahre im Stadtrat und habe mir auch eine relativ dicke Haut zugelegt, denn die Grenze zwischen Sachdiskussion und Diskriminierung ist, besonders für Frauen, oft fließend. Mit Kritik kann ich gut umgehen, aber wer Kritik nur benutzt, um den anderen zu beleidigen, also Schmähkritik von sich gibt, wie Werner Sell, der hat eine Grenze überschritten. Sodass ich einmal Tacheles reden möchte:

Zuerst möchte ich folgendes klarstellen:

Werner Sell wirft mir die Verbreitung von Unwahrheiten vor, weil ich ihn in meiner Stellungnahme zum Thema Rettungsschirm nicht erwähnt habe!

Stimmt, bei bestimmten Leuten, die uns gleichgültig oder unwichtig sind, gehen  wir lieber auf Distanz. Aber wo ist die Lüge, wenn man jemanden gar nicht erwähnt?

Daraus als Fazit mir auch noch Vergesslichkeit zu unterstellen, geht eindeutig zu weit.

Ich muss mich nicht öffentlich beleidigen lassen und von so einem Menschen schon gar nicht.

Werner Sell, ist durch die Partei „Die Linke“ in den Stadtrat von Selm, in den Kreistag Unna und in den Landschaftsverband Westfalen Lippe gekommen. Alle diese Fraktionen hat er verlassen, ist aus der Partei ausgetreten, ohne den Anstand zu haben zurückzutreten, damit die Kandidaten der Reserveliste  der Partei „Die Linke“ nachrücken können. Er benennt seine Fraktionen einfach um und tritt  wahlweise  als „Linke“ (ohne die), dann „links“, dann „Linksfraktion“ und jetzt „Wir für Selm“ auf. Im LWL gehört er zu „Wir für Westfalen“. 

Über alle diese Fraktionen kann ich keine Internetseiten und kein Programm finden. Daraus läßt sich schließen, dass es Herrn Sell nie um die politische Arbeit geht, sondern offensichtlich nur um seine eigenen Vorteile. Er kokettiert damit, dass er jederzeit auch für die CDU oder für die SPD antreten könne und prahlt ständig mit seinen Einkünften aus seinen politischen Pöstchen.

Vermutlich haben seine Angriffe aber eher etwas mit seiner eigenen Person zu tun und ich frage mich, welche Probleme er eigentlich zu kompensieren versucht, oder wem er mal wieder mit seinem Leserbrief einen Gefallen tun möchte?

Maria Lipke
Fraktionsvorsitzende UWG Selm

Stellungnahme zum Artikel von Werner Sell am 22.07. „Wahlkampf hart aber fair austragen“