Die UWG-Fraktion im Rat der Stadt Selm beantragt, dass die Stadt Selm als Träger der Overberg-Grundschule die aktuell für Grundschüler:innen, Eltern und andere Verkehrsteilnehmer:innen gefährliche Situation im Bereich des Schuleingangstores sichtet und alternative Lösungen des Zugangs prüft oder selbst entwickelt.
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt Selm beauftragt die Verwaltung:
- die aktuelle Verkehrssituation am Schuleingang der Overberg-Grundschule eingehend zu prüfen, insbesondere im Hinblick auf
• das Zusammentreffen unterschiedlicher Verkehrsströme (Fußgänger:innen, Radfahrer:innen, E-Roller/Pedelecs, Busverkehr),
• die Situation am Straßenübergang sowie
• die Wartesituation vor dem derzeit verschlossenen Eingangstor. - gemeinsam mit der Schulleitung, der Schulpflegschaft und weiteren relevanten Akteuren (z. B. Ordnungsamt, Polizei, ggf. Straßen.NRW) alternative Zugangslösungen zu entwickeln und mögliche Sofort- sowie langfristige Maßnahmen zu erarbeiten.
- insbesondere folgende Optionen auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen:
• Entzerrung des Wartebereichs und Prüfung eines alternativen Zugangs (z. B. neues Tor oder geänderter Wegverlauf),
• Öffnung des Schulhofes bereits ab 7:30 Uhr, wie in anderen Selmer Grundschulen praktiziert,
• Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für radfahrende Kinder – kein generelles Radfahrverbot,
• Prüfung einer möglichen Anpassung der Ampelsteuerung an der Bundesstraße (in Abstimmung mit Straßen.NRW),
• weitere verkehrsberuhigende bzw. organisatorische Maßnahmen im unmittelbaren Umfeld der Schule. - einen Vor-Ort-Termin mit Politik, Schule und Verwaltung zeitnah zu organisieren, um die Situation zu bewerten und Lösungsansätze zu konkretisieren.
- die Ergebnisse der Prüfung und konkrete Handlungsvorschläge den zuständigen Fachausschüssen zur Beratung vorzulegen.
Begründung
Nach übereinstimmenden Rückmeldungen von Eltern, Anwohner:innen und weiteren Betroffenen kommt es im Bereich des Haupteingangs der Overbergschule insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten regelmäßig zu gefährlichen Situationen. Ursache ist das Zusammentreffen verschiedener Verkehrsströme sowie die engen Raumverhältnisse im unmittelbaren Bereich des Eingangstores. Besonders problematisch ist die Wartezonensituation vor dem verschlossenen Tor, in der sich größere Personengruppen auf engem Raum mit Radfahrer:innen, E-Rollern und dem übrigen Verkehr mischen.
Ziel des Antrags ist es, kurzfristige Verbesserungen sowie langfristig tragfähige und sichere Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer:innen zu entwickeln. Ein Radfahrverbot wird von der UWG ausdrücklich abgelehnt, da viele Kinder den Schulweg mit dem Fahrrad nutzen und alternative Routen neue Gefährdungen schaffen würden.
Die UWG erachtet eine zeitnahe Untersuchung sowie gemeinsame Lösungsfindung für dringend erforderlich.
Mit freundlichen Grüßen
UWG-Fraktion im Rat der Stadt Selm
Volker Meyer, Jeannine Tembaak